Freitag, 31. Mai 2013

PROTEST am 12.06.2013

An dieser Stelle möchten wir Werbung für die Proteste gegen die Kürzungspläne der Landesregierung im Kultur-, Sozial- und Bildungsbereich machen.

Kommt mit zur Demo, zeigt der Landesregierung, wer hier gekürzt gehört, meldete euch für die Busse aus Halle an, sied laut, seid bunt, lasst euch das nicht gefallen.

Das Hochschulbündnis Sachsen-Anhalt und die Künstler des Landes lehnen die Kürzungspläne der Landesregierung ab. Deren Vorhaben werden alle Bereiche der Gesellschaft empfindlich treffen. Insbesondere für die Schulen und Hochschulen sowie die Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts werden die Folgen dramatisch sein. Gemeinsam rufen wir auf zur Kundgebung am
12. Juni 2013, 15 Uhr nach Magdeburg!
Wir wollen gemeinsam der Landesregierung und dem Landtag verdeutlichen, welch entscheidender Wirtschaftsfaktor die Hochschulen und Forschungseinrichtungen für das Land Sachsen-Anhalt sind und wie identitätsstiftend die bestehende Kulturlandschaft ist.
Wir fordern:
  • Ausfinanzierte Hochschulen, mit Universitätsmedizin und Studentenwerken – statt Mittelkürzungen!
  • Bessere Studienbedingungen – statt deren Verschlechterung!
  • Freier Zugang zu Hochschulen – statt Reduzierung der Studierendenzahlen!
  • Ausreichend Lehrkräfte – statt Personalabbau an den Schulen!
  • Aufstocken der knappen Kulturbudgets – statt weiterer Schließungen!
Um einen die öffentliche Daseinsfürsorge sichernden ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, soll die Landesregierung für höhere öffentliche Einnahmen sorgen! Dafür ist Reichtum angemessen zu besteuern und Steuergelder sind vor allem für öffentliche Bildung und Kultur einzusetzen.

Anreise

Wir wollen gemeinsam und zahlreich in Magdeburg gegen die Kürzungspolitik der Landespolitik demonstrieren. Deshalb organiseren “Halle bleibt” und das “Aktionsbündnis MLU – Perspektiven gestalten!” Busse, um zahlreich nach Magdeburg zu fahren.
Damit wir die Anreise und den Bedarf an Bussen koordinieren können sowie den Stand der Mobilisierung abzuschätzen und darüber hinaus auch die gemeinsame Anreise per Bahn organisieren können, möchten wir sie bitten folgendes Formular auszufüllen:
http://aktionsbuendnis-halle.de/bus-anmeldung

Die Busse werden am 12.06.2013 gegen 12 Uhr an folgenden Plätzen abfahren:
  • Von-Seckendorff-Platz / Campus Heide-Süd
  • Universitätsplatz / Uniring
  • Steintor / Campus Altklinikum
  • Franckeplatz
Anmerkung: Natürlich ist uns bewusst, dass man durchaus Kritik an den Demonstrationen etc. üben kann, weil sie ebenfalls einer Nützlichkeitslogik folgen, die sagt, dass Bildung und Kultur notwendig ist, damit diese Land im "Wettbewerb" bestehen kann, einige kritische Anmerkungen dazu wurden schon gemacht (siehe: https://linksunten.indymedia.org/de/node/87584). Wir wollen auf lange Sicht darauf hinwirken, dass die Proteste zu einer Politisierung der Studierenden und Kulturschaffenden führen, so dass sie sich in Zukunft auch mit den der Kürzungslogik zugrunde liegenen Prozessen (Stichwort Kapitalismus) auseinandersetzen. Das dies bisher nur mangelhaft stattfindet, kann man zwar den Verantwortlichen und den Studierenden (die überwiegend eher politisch uninteressiert, als links sein dürften) vorwerfen, man kann aber auch an einer entsprechenden Bewusstseinbildung mitwirken, das ist unser Ziel und deshalb unterstützen wir die Proteste trotz alledem.

 
 

Sonntag, 26. Mai 2013

20 Jahre Asylkompromiss

Heute jährt sich der sogenannte Asylkompromiss der BRD zum zwanzigsten Mal. Am 26. Mai 1993 wurde im Deutschen Bundestag die Änderung des 16. Artikels des Grundgesetzes, und damit die faktische Abschaffung des Asylrechts, beschlossen. Obwohl dieser zu den Grundrechten zählt, welche der Ewigkeitsklausel unterliegen, und eine Änderung laut Grundgesetz „unzulässig“ ist, wurde an dessen Stelle mit Stimmen von CDU/CSU, FDP und der SPD Artikel 16a gesetzt.

Dadurch wurde der Kreis derer, die als politisch Verfolgte eingestuft werden, drastisch verkleinert.
So kann sich niemand mehr auf das Recht berufen politisches Asyl gewährt zu bekommen, wenn er/sie über einen sicheren „Drittstaat“ einreist, in dem Einhaltung der „Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt“ ist.
Weiterhin hat der Bundesrat die Kompetenz erhalten sichere Herkunftsländer zu bestimmen, in denen eine politische Verfolgung ausgeschlossen werden kann, und somit auch kein Recht auf politisches Asyl besteht.
Die Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, müssen auf die Abwicklung ihres Verfahrens warten und werden in menschenunwürdigen Lagern zusammengepfercht und isoliert – ein Zustand in dem sie teilweise viele Jahre lang ausharren müssen, es sei denn, sie entschließen sich zu einer freiwilligen Rückkehr.

Über die für eine Demokratie unwürdige Situation der Flüchtlinge und die Folgen der Grundgesetzänderung informierte die Linksjugend [‘solid] Sachsen-Anhalt bei insgesamt vier Mobilisationsveranstaltungen in Halberstadt, Bitterfeld, Magdeburg und Halle.

Gestern fand in Berlin unter dem Titel „20 Jahre Asylkompromiss. 20 Jahre Solingen“ eine Demonstration statt, zu der 90 Personen aus Sachsen-Anhalt mit der Linksjugend anreisten.
Aufgrund des schlechten Wetters, war die Teilnehmerzahl mit gut 2.000 Demonstranten wohl etwas geringer, als wenn schönes Wetter gewesen wäre, dafür aber standen alle Demonstrant_innen fest hinter den Forderungen: „(Staatlichen) Rassismus bekämpfen – Residenzpflicht abschaffen – Abschiebestopp! – Bleiberecht“ und wanderten von Kundgebung zu Kundgebung vier Stunden lang quer durch die Hauptstadt. „Die Stimmung war toll. Obwohl es durchgehend geregnet hat, haben die Menschen mit ihren durchweichten Sachen angefangen zu der Musik des Lautis umherzutanzen“, berichtet Ulrike Pohle vom StadtsprecherInnenrates der Linksjugend [‘solid] Halle).
Leider hat auch die bundesrepublikanische Staatsmacht wieder gezeigt, was sie von Zivilgesellschaft und humanitären Forderungen hält: „Schon vor Beginn der Demonstration führte die Polizei viele Personenkontrollen durch und trat aggressiv gegenüber den Demonstrant_innen auf. Dadurch verzögerte sich die Demonstration mehrmals, weil wir unter anderem am Checkpoint Charlie erst weitergegangen sind, nachdem ein Ingewahrsamgenommener wieder freigelassen wurde – Solidarität muss praktisch sein und so Nass wie gestern war die Polizei lange nicht mehr“ erklärt Dirk Gernhardt von der Liksjugend [‘solid] Halle.
Abschließend kann man trotz des Wetters und der Polizeischikanen mit den Worten eines Flüchtlings sagen: „Das war eine sehr gute Demo“. Der Kampf für menschenwürdige Bedingungen für Flüchtlinge in Deutschland und Europa geht weiter.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Gedenkveranstaltung an den 80. Jahrestag der Bücherverbrennung von 1933 in Halle

„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Heinrich Heine

Mit einer Gedenkveranstaltung erinnern die „Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg“ und „Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage“ an die Bücherverbrennung von 1933 in Halle (Saale). Am Sonntag den 12. Mai 2013 wird es auf dem Universitätsplatz sowie in Seminarräumen und Hörsälen ein umfangreiches Programm geben.
Programm

AUF DEM UNI-PLATZ, IN SEMINAR-RÄUMEN ODER HÖRSÄLEN
Nimm ein Buch in die Hand! Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger Halles ein, rund um diesen besonderen Tag aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. Wir wollen ein öffentlich­keitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am Lesen wecken. Also, einfach eine Decke mitbringen, sich einen Platz suchen und es kann losgehen!

Ab 15 Uhr Offene Lesungen - Sowohl "wider den undeutschen Geist!", als auch "Lesefestival – AutorInnen, die zu lesen sich lohnen" Lesungen geächteter AutorInnen aus dem „Vorläufigen Halleschen Generalindex jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer volkszersetzender Schriften“ von 1933 (siehe pdf-Datei).
Daneben soll jede/r die Bücher mitbringen und vorlesen, von denen er/sie denkt, dass sie unbedingt gelesen werden sollten. Interessierte bitte unter kontakt@halle-gegen-rechts.de melden, damit wir abschätzen können, wie viele kommen.
„öffentliche Bibliothek” - Büchertausch und Bücherverkaufein volles Bücherregal an dem Platz der Bücherverbrennung und eine Leseecke ermöglichen es, die ehemals geächteten Bücher wieder zu lesen.” Die Freunde der Stadtbibliothek bieten einen Bücherverkauf an.

AUDIMAX
  • 15.00 Ausstellung zur Geschichte der Bücherverbrennung in Halle
  • 17.00 Eröffnung der Gedenkveranstaltung mit Grußworten von Magnifizenz Udo Sträter und Bürgermeister Herrn Egbert Geier. Musikalische Untermalung durch das Quintett Momento Musicale, Moderation Petra Sitte.
  • Anschließend eine Rede zum 80. JT der Bücherverbrennung. Es spricht Reinhardt O. Cornelius-Hahn, Leiter des Projekte-Verlag Cornelius. Und ein Interview mit Dr. Henrik Eberle
  • 18.30 Szenische Lesung. Gelesen werden Auszüge aus den Werken geächteter AutorInnen.
  • 20.30 Projektion von Originalbildern und Filmdokumenten mit musikalischer Begleitung
Hintergrund
„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ (Zitat aus der Tragödie Almansor von Heinrich Heine). Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 erfolgte zur Festigung der Macht der Nationalsozialisten wenig später die sogenannte „Gleichschaltung“ aller Bereiche des öffentlichen Lebens. Ab Mitte Februar 1933 wurden Schulbüchereien nach geschichtlich nicht geeigneten Werken durchgesehen. Im März folgt die groß angelegte Säuberungsaktion „Wider den undeutschen Geist!“ Im April ist in der Mitteldeutschen Nationalzeitung zu lesen, dass die deutsche Studentenschaft vom 12. April bis 10. Mai einen „Aufklärungsfeldzug wider den undeutschen Geist“ veranstaltet. Auf öffentlichen Anschlägen wird in 12 Thesen der treibende Geist dokumentiert.
Die braune Studentenschaft in Halle geht zunächst aktionistisch und hysterisch vor, ändert später jedoch ihre Taktik. Studierende befragen Buchhändler und Bibliothekare, welche Bücher jüdischer, marxistischer und sonst „volkszersetzender“ Autoren am meisten gekauft bzw. ausgeliehen werden. Das „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ verteilt etwa zur gleichen Zeit eine in Berlin entstandene Liste an die Studentenschaft der Hochschulen. Diese aus Berlin stammende Liste wird in Halle durch die des Umfrageergebnisses ergänzt, so dass der „vorläufige Hallesche Generalindex“ schließlich 140 AutorInnen umfasst. Auf der Berliner Liste fehlen u. a. Heinrich Heine, Klabund, Frank Wedekind, Albert Einstein, Carl Zuckermayer und Friedrich Hollaender. Am 10. Mai 1933 findet in Berlin die zentrale Bücherverbrennung statt. Zwei Tage später, am 12. Mai, folgte man in Halle dem Berliner Vorbild und verbrannte die Schriften jüdischer, marxistischer und anderer unliebsamer Autoren. Am 23. Mai 1933 kann man in einer Zeitung lesen, dass 20 hallesche studentische Verbindungen geschlossen der NSDAP beigetreten waren.

Ausschlussklausel:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien und Organisationen angehören, der rechtsradikalen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen. Das gilt ebenso für Personen, die (eindeutige) rechtsradikale Symbolik und Bekleidungsmarken zur Schau stellen, insbesondere auch für die Modemarke Thor Steinar.



Plakat Gedenkveranstaltung (.pdf)
Infos Gedenken Bücherverbrennung (pdf)

Freitag, 26. April 2013

Für den Erhalt der Hochschulmedizin und des Hochschulstandortes Sachsen-Anhalt



Aufruf zu Beteiligung an der Demo am 30.04.2013 ab 15 Uhr am Stadtpark (Ecke Campus Magdeburger Straße)

In Halle und ganz Sachsen-Anhalt stehen, wenn es nach der Landesregierung geht tiefgreifende Veränderungen an. Das Universitätsklinikum steht mal wieder auf der Abschussliste und danach wahrscheinlich noch eine ganze Menge anderer Institute (möglicherweise die Informatik, die Geowissenschaften, die Medienwissenschaften uvm.), die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Das Ende der Hochschulmedizin wäre eine Katastrophe für Halle und das ganze südliche Sachsen-Anhalt. Immerhin wären davon nicht „nur“ 4.000 Arbeitsplätze direkt bedroht, sondern auch viele weitere in allen möglichen Bereichen. Bei Zulieferfirmen, Reinigungsdiensten, aber natürlich auch Lebensmittelläden, Bäckern, Gaststätten usw., die von studentischer Kundschaft abhängig sind. Die sinkende Einwohnerzahl wird sich in ganz Halle bemerkbar machen auch bei den (städtischen) Wohnungsgesellschaften, die jetzt schon unter Druck stehen, weil sie einen nicht unerheblichen Teil ihrer Einkünfte zur Konsolidierung des Stadthaushaltes aufbringen müssen.

Doch auch für Menschen, deren Arbeitsplätze nicht so direkt von der Universitätsklinik abhängen, werden die Konsequenzen zu spüren sein. Es wir zur Einschränkung der Lebensqualität kommen, wenn es keine vollumfängliche Notfallklinik in Kröllwitz mehr gibt, wenn es nicht mehr genügend ausgebildete Ärzte gibt, welche die Ruheständler ersetzen und medizinische Aufgaben im ganzen Süden Sachsen-Anhalts übernehmen. Jede/r braucht irgendwann eine/n kompetente/n Ärztin/Arzt und jede/r sollte für seine/ihre Kinder, Eltern, Großeltern und nicht zuletzt für sich darum kämpfen, dass diese medizinischen Kapazitäten erhalten bleiben.
Die Schließung der Hochschulmedizin würde also nicht nur das Ende einer 300jährigen medizinischen Tradition in Halle bedeuten, sondern auch entscheidende Auswirkungen auf die Zukunft der Universität, der Stadt und der Region haben.

Die Menschen in Halle und Umgebung sollten sich klar sein, dass es hier nicht um einen Verteilungskampf und eine Argumentation „wir sind wichtiger als…“ geht. Es geht darum solidarisch für eine vernünftige Hochschulpolitik für ganz Sachsen-Anhalt zu kämpfen und der Landesregierung klar zu machen, dass ihr eingeschlagener Weg falsch ist. Die Universitäten sind eine Gewinn für Sachsen-Anhalt, woher sollen denn die jungen, gut ausgebildeten Menschen kommen, die wir angeblich so dringend brauchen? Die liefern die Universitäten und Hochschulen (viele übrigens inzwischen aus den westdeutschen Bundesländern, die früher nie nach Sachsen-Anhalt gekommen wären) und keine unsinnigen Kampagnen von Herrn Haselhoff in Baden-Württemberg. Das viele Sachsen-Anhalt nach ihrem Studium wieder verlassen, kann man ihnen kaum vorwerfen, wenn man hier keine berufliche Perspektive hat (und die Landesregierung tut ja zum Beispiel bei den LehramtsstudentInnen so einiges, dass das so bleibt), geht man halt dahin, wo man eine hat. Das ist aber nicht die Schuld der Hochschulen und Universitäten, sondern der Landesregierung. Und wenn sie dann die Konsequenz daraus zieht, dass wir weniger Studierende brauchen, ist das nicht nur ein Armutszeugnis und Offenbarungseid, sondern ein fataler Weg in eine Abwärtsspirale. Denn gerade junge Menschen gründen neue Unternehmen und könnten so einen Beitrag für die wirtschaftliche Zukunft Sachsen-Anhalt leisten.

Deshalb zeigen wir uns solidarisch mit den Protesten an der Medizinischen Fakultät in Halle, aber auch mit allen anderen in ganz Sachsen-Anhalt, die für eine bessere Hochschullandschaft streiten. Wir wollen und  dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, auch nicht Studierende gegen Nicht-Studierende, wir sitzen alle im gleichen Boot (die Kürzungsorgie soll ja wohl auch die Kommunen 600 Millionen Euro kosten!).

Deshalb organisiert euch, sied solidarisch, kämpft mit und kommt zur Demo am 30.04. 15 Uhr am Stadtpark (Ecke Campus Magdeburger Straße)!

Hier die fb-Seite des Bündnisses der Mediziner: https://www.facebook.com/hallebleibt?ref=stream

Hier die Ankündigung zur Demo (zu der jede/r kommen sollte die/der eine ordentliche Notfallambulanz und weiter eine pulsierende Stadt haben möchte): https://www.facebook.com/events/365692866885201/

Und zu guter letzt, die Petition, die die Landesregierung von ihrem Kürzungswahn abhalten soll: https://openpetition.de/petition/online/erhalt-einer-leistungsfaehigen-universitaet-und-der-universitaetsmedizin-halle

WICHTIG: für ganz Kurzentschlossene findet am Samstag, dem 27.04. ab 10 Uhr eine Vernetzungskonferenz des „Aktionsbündnisses MLU – Perspektiven gestalten“ im Halleschen Saal in der Tulpe (Uniplatz) statt (http://www.stura.uni-halle.de/aktionsbuendnis/)


Mittwoch, 13. März 2013

„Mama warum benimmt sich der Elefant so seltsam?“

 - Protestaktion gegen Wildtierhaltung in Zirkussen vor dem Circus Afrika -


Diese Frage ist leicht zu beantworten: Elefanten werden Tag und Nacht an zwei
Beinen angekettet, anstatt wie ihre Artgenossen in der Natur kilometerlange
Wanderungen im Kreise ihrer Familie zu unternehmen. Angeborene
Verhaltensweisen wie graben, schwimmen und sprinten werden permanent
unterbunden. So werden die Tiere ihrer natürlichen Bedürfnisse beraubt, was zu
Schmerzen und Leiden führt: Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Weitere
Folgen sind eine erhöhte Sterblichkeit und schwere Verhaltensstörungen.
Elefanten sind nur eines von vielen Beispielen dieser Missstände.
Tiere gehören nicht in den Zirkus oder irgendeine andere Art von Gefangenschaft.
Aber besonders in Zirkussen und im besonderen Wildtiere haben einen hohen
Anspruch hinsichtlich Platzbedarf, Klima, Gruppenzusammensetzung, Ernährung
und Pflege. Es gibt, insbesondere für Wildtiere keine Möglichkeit, sie in einem
fahrenden Unternehmen artgerecht zu halten. Sie müssen ihr Leben oft in viel
zu kleinen Käfigen oder Gehegen verbringen, haben zuwenig Bewegung, keine
artgemäße Beschäftigung, keinen natürlichen Kontakt mit Artgenossen und oft keine
fachgemäße medizinische Betreuung durch versierte Fachtierärzte. Sie leiden unter
dem fremden Klima und unter dem Stress der permanenten Transporte. Meistens
fehlen geeignete Winterquartiere. Außerdem sind »Zirkustiere« Zwangsarbeiter.
Die kurzen Auftritte, die nur durch harten Drill und artwidrige Dressur möglich
gemacht werden, täuschen das Publikum über das unglückliche Dasein hinter dem
Manegenglanz hinweg. Kindern wird ein falsches Bild von dem wirklichen Wesen
ihrer »Lieblinge« vermittelt.

Aus diesem Grund positionierten sich am 08.03.2013 um 18 Uhr einige hallische
Organisationen, Personengruppen und Aktivist_innen auf Initiative von Vegan 
in Halle in Form eines Protestes vor dem Circus Afrika. Trotz Käte und Wind stellten
sich ca. 30 Menschen vor den Einlass des Zirkus in Halle-Silberhöhe und
demonstrierten friedlich gegen die Missstände in diesem und vielen
anderen Belustigungsstätten, in denen Tiere für Geld vorgeführt und missbraucht werden.
Auch einige Mitglieder der Linksjugend [`solid] Halle waren dabei und drückten
damit Ihre Unterstutzung dieser Anliegen aus und hoffen auch in Zukunft auf eine
gute Zusammenarbeit zu diesem und vielen weiteren Themen. Bedauerlicherweise
gestaltete sich diese form der Aufklärung von Besucher_innen schwierig, da die
meisten Argumente in breiter Masse auf taube Ohren und verschlossene Augen stieß.
Die Reaktionen waren in den meisten Fällen Unverständnis und leider auch an
vereinzelten Stellen Anfeindungen vonZirkusbesucher_innen und Angehörigen des Zirkus.
Davon unbeirrt setzte sich der Protest fort und endete planmäßig kurz nach Beginn
der Vorstellung.
Mit dem Gefühl ein klares Zeichen gesetzt zu haben und der daraus resultierenden
inneren Bekräftigung einzelner Beteiligter, steht für alle fest, dass dieser Tropfen
auf dem heißen Stein nicht alles gewesen sein darf. Es muss eine permanente
dezentrale und abwechslungsreiche Aufklärung der Menschen gestartet werden.
Des Weiteren wird eine Initiative vorbereitet, die die Verwaltung der Stadt bewegen
will, ein Auftrittsverbot solcher Einrichtungen in Halle auszusprechen.

Bei diesen Bemühungen wird sich die Linksjugend [’solid] Halle in Zukunft beteiligen
und Unterstützung leisten, damit Unterhaltung nicht mehr auf dem Rücken von
Tieren stattfindet.

Abschließend ein Zitat von Christian Morgenstern „Weh dem Menschen, wenn nur ein
einziges Tier im Weltgericht sitzt.“

Quellen: peta.de
tierrechte.de
vegan-in-halle.de

Sonntag, 10. Februar 2013

Veranstaltung: This is what democracy looks like? Das neue Sicherheits- und Ordnungsgesetz

Info- und Demovorbereitungsabend zum neuen Sicherheits- und Ordnungsgesetz Sachsen-Anhalt

Wann? Montag, 18. Februar 2013, ab 18 Uhr
Wo? Goldene Rose, Rannische Straße 19, 06108 Halle
 
In der Landtagssitzung am 20. Februar wird sehr wahrscheinlich das neue Sicherheits- und Ordnungsgesetz von Sachsen-Anhalt beschlossen. Deshalb rufen wir zur Demo vor dem Landtag auf. 09:30 Uhr gehts in Magdeburg los. Wir planen eine gemeinsame Zuganreise aus Halle, die wir kofinanzieren. Meldete uch via Mail oder kommt zu unserer Veranstaltung, da gibt weitere Infos.

Dagegen regt sich Widerstand! Doch warum?

Abschaltung der Mobilfunknetze z.B. bei Großdemonstrationen, HIV-Zwangstests, verschärfte Videoüberwachung (z. B. bei Verkehrskontrollen, also auch auf dem Weg zu Demonstrationen), Staatstrojaner, Sperrstunden und Alkoholverbote. Das sind Gesetzesvorschläge der CDU für das Sicherheits- und Ordnungsgesetz in Sachsen-Anhalt (SOG), die mächtig nach Polizeistaat klingen und zu Demokratie und informationeller Selbstbestimmung im Widerspruch stehen.

Die Linksjugend ['solid] Halle lädt deshalb zu einer Informationsveranstaltung rund um das neue SOG ein. Referieren wird die Landtagsabgeordnete und stellv. Landesvorsitzende Henriette Quade (DIE LINKE), die das Gesetz kritisch parlamentarisch begleitet hat..

Die Linksjugend [’solid] Sachsen-Anhalt startet eine Kampagne gegen das neue SOG, mit Demonstration vor dem Landtag, das unterstützen wird. Holt euch Infomaterial, informiert andere und kommt doch einfach mit Demonstrieren!


Samstag, 2. Februar 2013

"Der große Diktator" - kostenlose Filmvorführung



Wann? 20.02.2013, 18 Uhr Filmbeginn

Wo? Mitteldeutsches Multimediazentrum, Mansfelder Straße 56 , 06108 Halle



Charlie Chaplins großer Diktator ist ein Meisterwerk der Filmgeschichte. Chaplins erster Dialog-Film, war nicht nur ein erstes Bekenntnis seiner politischen Überzeugungen, sondern vielleicht auch der beste, bewegendste, komischste und wahrhaftigste Propagandafilm für die Menschlichkeit.
Die größte Herausforderung des Film lag dabei im Sujet selbst: dem Halten der Balance zwischen Chaplins erklärtem Wunsch, die Welt möge über Hitler lachen  und dem Respekt gegenüber den Opfern des Nazi-Terrors. Chaplin meistert diese Herausforderung in jeder Hinsicht. Chaplins Film hat eine Haltung und ein Ziel: er bezieht Stellung angesichts der unübersehbaren größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte.
Das wollen wir gemeinsam erleben um darüber mit euch ins Gespräch kommen.

 „Heute ist es Charlie, ja, Charlie Chaplin, der mit seinem nicht nur naiven, sondern auch kindlich-klugen, immer aufs Leben gerichteten Blick – ich kann nicht sagen, mit welcher Methode, mit welchen künstlerischen Mitteln oder auf welchem Wege – in seinem Diktator eine großartige, vernichtende Satire schafft, dem Sieg des menschlichen Geistes über die Unmenschlichkeit zum Ruhm.“ Sergej Eisenstein 1945

„Die wahrhaft superbe Leistung eines wahrhaft großen Künstlers – und unter einem bestimmten Gesichtspunkt vielleicht der wichtigste Film, der je hervorgebracht wurde.“ New York Times, 1940